Die grössten Risiken von P2P-Anlagen



Die beiden grössten Risiken von P2P-Lending sind der Verlauf der Schweizer Volkswirtschaft und die verwendeten Plattformen, welche die Kredite vergeben.

P2P-Lending (“Peer-to-peer Lending”) bezeichnet die direkte Kreditvermittlung zwischen Anlegern und Kreditnehmern über eine Internetplattform. Mit P2P-Lending investieren Anleger im Prinzip direkt in die Schweizer Wirtschaft, weil es sonst keine geordnete und standardisierte Möglichkeit gibt, direkt in KMUs oder Schweizer Privatpersonen zu investieren.


Das Hauptrisiko von P2P-Anlagen ist der grundsätzliche Verlauf der Schweizer Wirtschaft.

Eine Abschwächung der Schweizer Wirtschaft könnte die Lage von Unternehmen verschlechtern und zu Verlusten beziehungsweise Konkursen führen. Unternehmen wären dann nicht mehr in der Lage, ihre Kredite zu bedienen. Mit einer Abschwächung der Schweizer Wirtschaft wäre auch eine Zunahme der Arbeitslosigkeit verbunden. Private Kreditnehmer, die plötzlich arbeitslos werden, könnten ihre Kredite nicht mehr zurückzahlen. Und Selbständigerwerbende, deren Geschäft nicht gut läuft, wären weniger in der Lage, wieder eine Anstellung anzunehmen und Geld für die Rückzahlung ihrer Kredite zu verdienen.


Das zweite grosse Risiko von P2P-Lending ist die Plattform selbst, welche die Kredite vergibt.

Da die Plattform für die Prüfung der Kreditnehmer zuständig ist, sind die Fähigkeiten dafür der Hauptreiber für den Erfolg oder eben den Misserfolg. Eine Plattform muss die gängigen Elemente der Kreditprüfung verstehen und zuverlässig abwickeln können. Grundsätzlich darf sich die Qualität und Tiefe der Kreditprüfung nicht von derjenigen einer Bank unterscheiden. Nur die Abwicklung sollte einfacher, schneller und effizienter sein, vor allem wegen der Automatisierung und der 24-Stunden-Verfügbarkeit. Weil die P2P-Plattformen über das Internet operieren, ist ein besonderes Augenmerk auch der Möglichkeit von Online-Betrug geschuldet (beispielsweise durch gefälschte Dokumente).

Ein wichtiger Aspekt dabei ist auch, welche Sicherheiten eine Plattform von den Kreditnehmern verlangt.

Zudem bestehen operative Risiken. Die Plattform muss während der gesamten Laufzeit eines Kredits jederzeit funktionieren, damit Kreditrückzahlungen automatisch überwacht und an die Anleger weitergeleitet werden können. Eine Plattform braucht dazu eine stabile IT-Infrastruktur mit modernsten Backup- und Sicherheitssystemen.

Weiter handelt es sich bei allen Plattformen um relativ junge Firmen und es gilt abzuklären, wie stabil diese aufgestellt sind. Anleger sind während der Laufzeit der finanzierten Kredite von der Plattform abhängig, weil diese sich um Abwicklung der Rückzahlungen kümmert. Ein Ausfall der Plattform stellt für die Anleger ein erhebliches Risiko dar. Beispielsweise bei CreditGate24 werden alle Forderungen gegenüber Kreditnehmern an die Anleger übertragen und die Plattform funktioniert nur noch als Treuhänder. Bei einem Ausfall der Plattform blieben die Forderungen bestehen und der Anlagebetrag wäre nicht verloren. Es müsste jedoch ein neuer Treuhänder für die operative Abwicklung der ausstehenden Kredite beauftragt werden.


Ein besonderes Augenmerk sollte deshalb der Auswahl und Prüfung der verwendeten P2P-Lending-Plattformen gelten.

Wie ausführlich ist die Kreditprüfung? Verfügt das Team über entsprechende Kompetenzen und Erfahrung? Wie sieht der Track Record der Plattform aus? Genügt die IT-Infrastruktur allen Anforderungen?

Bei der Quality P2P SICAV obliegt die Auswahl, Prüfung und Überwachung der verwendeten Plattform der FINMA-regulierten Hérens Quality Asset Management AG.

Tel. +41 (0)-43 222 31 41

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